Biografie – Curriculum vitae longa

Dietrich Modersohn erhielt seine erste Ausbildung in der mitteldeutschen Knabenchortradition bei den Thüringer Sängerknaben Saalfeld (Saale).

Seine Studien betrieb er an der Hochschule für Kirchenmusik Halle (Saale), Abschluss A-Diplom Kirchenmusik und an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig, Abschluss Diplomdirigent. Aktuell studiert er seit dem Wintersemester 2016/17 Master Chorleitung in Köln bei Peter Dijkstra.

Dietrich Modersohn arbeitet freischaffend als Konzertorganist und Chorleiter. Von August 2016 bis Februar 2019 war er Mitglied im Team der SingPause Düsseldorf und arbeitete als Assistent von Marieddy Rossetto am Konzertchor der Landeshauptstadt Düsseldorf, dem Städtischen Musikverein an der Tonhalle, in der Spielzeit 2016-17.

Von Januar 2012 bis Januar 2015 war Dietrich Modersohn Musikalischer Leiter des renommierten Knabenchores Wuppertaler Kurrende, mit dem er Reisen nach England, Frankreich und Süddeutschland unternahm. 2012 entstand die CD „Mein Mädel hat einen Rosenmund“ mit bergischen Volksliedern.

Zuvor leitete Dietrich Modersohn die „Thüringer Sängerknaben“ und hatte die Stelle seines einstigen Lehrers Walter Schönheit als Kantor und Organist an der Johanneskirche in Saalfeld (Saale) inne. Zur Nachwuchsgewinnung unterrichtete er an der Capar-Aquilla-Grundschule Musik anhand der Ward-Methode und war Mitbegründer der Evangelischen Johannesschule, an der jeder Grundschüler vier Wochenstunden Musik erhielt. 2010 konnte Dietrich Modersohn mit den Thüringer Sängerknaben und dem Oratorienchor Saalfeld das Oratorium „Die Himmelfahrt“ von Oskar Gottlieb Blarr uraufführen.

Als Organist setzt er sich immer wieder intensiv mit der Orgelmusik der Romantik auseinander. Im Studium wurde er vor allem geprägt durch seinen Lehrer, den Komponisten und Organisten Volker Bräutigam. Dietrich Modersohn hatte bis zum April 2003 die Stelle als Organist und Kantor an der St. Gertraudkirche in Frankfurt (Oder) inne, einer Kirche gegenüber des Fabrikgeländes des berühmten Orgelbauers Wilhelm Sauer. Auf der Sauerorgel der St. Gertraudkirche spielte er seine erste CD mit Werken von Robert Schumann, Samuel Rousseau und Max Reger ein. Konzertreisen führten ihn in die USA, Schweden, Polen und das Baltikum. Als Mitinitiator und späterer Leiter organisierte er die „Wilhelm-Sauer-Orgelfesttage“ in den Jahren 1991, 1995, 1997 und 2000.

Als Kantor leitete er die Frankfurter Ökumenische Kantorei und gründete die Kinder- und Jugendkantorei Frankfurt (Oder), mit der er Reisen nach Polen, Schweden, Österreich, Rumänien und die USA unternahm. Er war Mitbegründer der Evangelischen Grundschule und unterrichtete dort vier Jahre Musik anhand der Ward-Methode. Für seine Verdienste wurde er mit der Leopoldmedaille und der Bach-Plakette der Stadt Frankfurt (Oder) ausgezeichnet.

Als weitere CDs erschienen: 2001 „Naumburger Orgelnacht“ in Zusammenarbeit mit Christoph Bossert und Martin Herchenröder, 2006 „Lyonel Feininger – Fugenkompositionen für Orgel“ mit weiteren bekannten deutschen Organisten und 2009 „Orgeln in Thüringen – Die Sauerorgel der Johanneskirche zu Saalfeld (Saale)“ beim Label Querstand.